Preußisches Bleisatz-Magazin

Gastbeitrag: Gottes Antworten an den Preußen 15

Vom Kommenden

Lieber Georg, ich habe Deine Fragen erhalten. Nein, sauer bin ich nicht. Mich darf jederzeit jeder fragen, was immer ihm oder ihr auf dem Herzen liegt. Ich antworte auch tatsächlich immer — joh, Mann... das ist halt die Krux, wenn man Gott ist. Ich kann gar nicht anders. Oder ich sage es lieber anders: Ich könnte eine Antwort natürlich verweigern, aber soviel Zeit ist immer. Ihr müßt dann nur auch wirklich zuhören. Oft geht meine Antwort zwar bei Euch ein, aber Ihr bekommt sie nicht mit. Das kann ich dann leider auch nicht ändern. Aber da ich tatsächlich alle Blogs der ... Weiterlesen

Potenzschwa*eche ist *heilar 0

Satire

Heute morgen um 3:42 Uhr schrieb mir Frau Prof. Dr. Tanja Schulz aus Brasilien eine liebe ePost mit dem o.g. Betreff und kommt dann im Text ohne Umschweife zur Sache: «Haben sie Probleme im Bett Ihre Freundin zum Orgasmus zu bringen?» Naja, erst war ich ein bißchen stinkig. Wer hat denn da aus dem Nähkästchen geplaudert? Das geht doch nun wirklich niemanden etwas an, schon gar nicht die Dame mit dem typisch brasilianischen Namen. Brasilianerinnen haben es ja im Blut, mh? Sagt man doch so. Und dann noch eine promovierte Doktorandin. Aber meine Stinkigkeit verging mir rasch. Denn zum einen verstand ... Weiterlesen

Fragen an Gott 3

Vom Kommenden

Lieber Gott, ein Gespräch mit Dir erscheint mir schwierig. Denn Du weißt ja schon alles. Nicht nur, was mir meine Zukunft bringt, sondern auch, wie eben dieses Gespräch verlaufen wird. Was ich Dich fragen möchte, was Du antworten wirst — falls Du antwortest. Oder warum Du gar nicht antworten wirst. Ich verstehe das schon. Du hast sicher viel zu tun. Und mußt Dich um alles kümmern. Und an das Märchen, daß es keine dummen Fragen gibt, glaube ich auch schon lange nicht mehr. Sei's drum. Ich schreibe Dir jetzt einfach einmal einen Offenen Brief. Vielleicht reicht das ja schon, um ein ... Weiterlesen

Lachs auf Spaghettini-Bett mit Ananas-Orangen-Sauce 2

Kochen

Spaghettini sind dünner als Spaghetti und werden auch als No. 3 Spaghetti verkauft. So eine 500 g Schachtel reicht für etwa vier Portionen. Da ich bis vor 14 Monaten nicht gewußt hätte, wie man die kocht: Wasser in einem Topf zum Kochen bringen, dann erst Salz hinzugeben und die Spaghettini 5 Minuten im wallenden Wasser kochen. Fertig. Dieser Vorgang ist bei allen Nudelsorten identisch, die Kochzeit variiert — und ist immer auf der Packung zu finden. Zwei Lachsfilets in einer separaten Pfanne in Pflanzenfett auf kleiner Pfanne langsam anbraten. Die Filets kommen ja direkt aus dem Tiefkühlfach. Brät man sie zu ... Weiterlesen

17. Mai 2011: Offener Brief an Fränkie, unseren Falli 7

Messer raus

Es ist schon in Ordnung, wenn Du jetzt Fränkie genannt werden willst und nicht mehr auf Frank hören magst, den Namen, auf den Du getauft bist. Aber an die Ami-Schreibweise, mit der Du Deine Briefe unterschreibst, mag ich mich nicht mehr gewöhnen. Dein Bruder Maik — Gott hab' ihn selig — hat ja auch so einen Ami-Namen. Deine Mutter mochte dessen Klang, warum, weiß ich nicht. Mir war's recht, wie alles, was Deine Mutter so an Ideen ausgebrütet hat in den letzten 30 Jahren. Stört ja niemanden. Und in der deutschen Schreibweise weiß jeder, wie man's ausspricht. Du bist also nach ... Weiterlesen

NRW-Landtagswahl — Pest oder Cholera? 1

Messer raus

Am 9. Mai 2010 findet die Landtagswahl im bevölkerungsreichsten Bundesland der BRD statt — und wetten: Immer weniger gehen hin. Wie das wohl kommt? Ja, ja, die Politikverdrossenheit. Und das trotz der intensiven Appelle der Politiker-Mischpoche der BRD. Ist der Begriff «Mischpoche», der übrigens aus dem Rotwelsch stammt und immer abwertend gemeint ist, schon als Volksverhetzung wertbar? Bosche moj, bosche moj, wie Anna Seminovich sagen würde http://www.youtube.com/watch?v=sdVLe6AOxLk Das heißt übrigens «Mein Gott» und ist als erstaunter Ausruf zu werten. Ein sehr treffender Titel für das Liedchen, das Anna da singt, nicht wahr? Bei dieser Wahl gibt es nun eine Neuerung, die ... Weiterlesen

Ein junges Volk steht auf zum Sturm bereit… 4

Messer raus

Die Stadt summt wie ein Bienenkorb. Aus allen Richtungen eilen Menschentrauben ins Zentrum — zu Fuß und in allen nur denkbaren Gefährten. Meine Gruppe fährt auf der Ladefläche eines Lkw mit. Die meisten von uns stehen auf der offenen Ladefläche, halten sich an den Metallverstrebungen fest, über die sonst die Persenning gestrafft wird. Die Atmosphäre ist aufgeheizt. Überall sieht man Transparente und Fahnen. Wir führen das Schwarz der Revolution mit uns. Es sind zumeist junge Männer und Frauen, die sich gegenseitig zurufen, manche singen. Im Vorbeifahren höre ich nur Wortfetzen, kann sie nicht identifizieren. Auch auf meinem Wagen singen sie ... Weiterlesen

Weltmeister 1

Satire

Vorwort: Aus gegebenem Anlaß möchte ich explizit und prophylaktisch, also ausdrücklich und vorbeugend, darauf hinweisen, daß es sich bei diesem Text um eine Satire handelt. Dies bedeutet konkret und im einzelnen: 1. Ich halte den Kampf der faschistischen Deutschen Wehrmacht in Stalingrad weder für ehrenvoll, noch für im positiven Sinne todesmutig. Ich will ausdrücklich daran erinnern, daß Nazi-Deutschland die friedliche Sowjetunion 1941 mit einem Vernichtungskrieg überzog. Schlußendlich danke ich der Roten Armee, den US-Streitkräften, den Truppen des British Empire (Imperium) und den freien französischen Soldaten und ihren Kolonialtruppen  für unsere Befreiung vom Nationalsozialismus. Der SPIEGEL spricht mir ... Weiterlesen

«Panzer vor», marsch, marsch! 3

Messer raus

Jede Armeeführung unserer heutigen Welt gibt zu, daß eine mit modernster Waffentechnik ausgerüstete Besatzungstruppe in einem ihr feindlich gegenüberstehenden Land nur sehr schlechte, langfristig gar keine Chance hat, sofern ihr eine zu allem entschlossene, im besetzten Land beheimatete Widerstandsgruppe entgegenstellt, die ihre Strategie konsequent — zwangsläufig, da ohne Alternative — nach dem Prinzip der asymmetrischen Kriegsführung ausrichtet. Man kann es auch mit Mao Tse-tung formulieren: «Der Revolutionär muss sich in den Volksmassen bewegen, wie ein Fisch im Wasser.» Ist es en vogue, Mao Tse-tung zu zitieren, einen der größten Menschenschlächter, den dieser Erdball je gesehen hat? Ja, natürlich. Denn faktisch ... Weiterlesen

«Ihr Opfer darf nicht vergebens gewesen sein.» 7

Messer raus

Nun sind sie begraben, die drei Bundeswehrsoldaten, die im Kampf gegen die Taliban in Afghanistan «für Deutschland fielen. Ihr Opfer darf nicht vergebens gewesen sein.». So sprach Frau Bundeskanzlerin Angela Merkel im Verlauf ihrer Trauerrede am Grab der Kameraden. Und mir gehen diese Sätze nicht aus dem Kopf. Betrachten wir doch einmal, wie die Medienlandschaft, die «4. Gewalt in der BRD», das Vorgehen der Frau Bundeskanzlerin kommentiert. Hierbei ist mir aufgefallen, daß sehr häufig darauf hingewiesen wird, daß Frau M. ihren Urlaub unterbrochen hat, um ihre Trauerrede zu halten. Das scheint belegen zu sollen, wie wichtig ihr der Vorgang ist. Nun ... Weiterlesen

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